Winterharte Kakteen

Winterharte Kakteen sind nicht nur recht einfach zu halten, sie erfreuen sich auch immer größer werdender Beliebtheit. In den Wintermonaten brauchen sie keine warme Unterkunft und können durchaus auch bei strengem Frost im Freien bleiben.

Pflege der Kakteen

Allerdings muss im Herbst darauf geachtet werden, dass winterharte Kakteen kein Wasser mehr aufnehmen können, deshalb ist ein geschützter Standort empfehlenswert. Das vorhandene Wasser in der Pflanze wird von den Kakteen in Zucker umgewandelt, als Folge verändert sich die Farbe der Kakteen von grün in rot oder dunkelbraun. So können winterharte Kakteen durch schützenden Schnee ohne die Mithilfe der Menschen überwintern. In Kästen, Töpfen oder dem Freiland muss darauf geachtet werden, dass eine Drainage das Wasser schnellstens versickern kann. Eine Drainageschicht aus Kies kann dabei sehr hilfreich sein, diese sollte eine Stärke von mindestens zehn Zentimeter aufweisen. Winterharte Kakteen finden einen Platz auf dem Balkon, auf der Terrasse, oder auch auf einer Rabatte. Beim richtigen Standort belohnen uns die Kakteen mit ihrer Blühfreudigkeit während der Sommermonate. Um die Kakteen vor zu viel Regenwasser im Herbst zu schützen, wird eine Regenschutz aus lichtdurchlässigem Material von Oktober bis April über den Kakteen errichtet. Dieser Schutz muss allerdings so angebracht werden, dass starker Wind oder Sturm diesem nichts anhaben kann. Die Pflege der winterharten Kakteen beschränkt sich darauf, das Umfeld von Unkraut frei zu halten und bei längerer Trockenheit etwas Wasser zu geben. Die Düngung mit einem Volldünger sollte zweimal im Jahr erfolgen, ab August ist eine geringe Düngung mit Kali empfehlenswert, da Kali das Ausreifen neuer Triebe verstärkt und die Empfindlichkeit gegenüber Kälte verringert.

Zimmerpflanzen brauchen Zeit

Als man damit begann den menschlichen Gen-Code zu entschlüsseln da war man überrschascht festzustellen, wie nahe die Verwandtschaft zwischen Mensch und Pflanze liegt. Es gibt eine durchschnittliche genetische Übereinstimmung von knapp 70% und so manch ein naturliebhabender Vegetarier macht sich seither schon wieder Sorgen über seine eigenen Ernährungsgewohnheiten.

Pflanzen in der Wohnung

Und so ist es nicht sehr verwunderlich, dass viele Menschen sich zwar in die Zivilisation der Städte zurückgezogen haben, aber in diesem Geschützen Raum ihr Leben gerne einmal mit einem beachtlichen Sortiment an Zimmerpflanzen verbringen. Genetisch gesehen, sind das nunmal unsere Verwandten, nicht viel weiter entfernt als das Haustier, das in seiner Ecke schlummert.
Unabhängig von der Weltanschauung eines Pflanzenliebhabers: Pflanzen sind weder vom lieben Gott dafür erschaffen worden in Wohnhäusern zu leben, noch hat sie die Evulution dafür wachsen lassen. Nein, eigentlich ist eine Pflanze in freier Natur am glücklichsten und die Chancen, dass sie in ihrem natürlichen Umfeld prächtig wächst ist doch etwas größer als in einem Wohnzimmer. Und doch gelingt das Zusammenleben zwischen Mensch und Pflanze recht gut.
Diskussionen mit einem Kaktus
Nicht nur Singles neigen dazu, sich mit einer gut gewachsenen Pflanze (oder einer solchen, die das werden soll) auch einmal ein paar Worte zu plaudern. Wobei der Begriff der Plauderei hier vielleicht schon etwas zu weit gegriffen ist, denn nur selten wird man eine Topfpflanze wirklich antworten hören. Aber wenn der grüne Mitbewohner nach der kurzen oder längeren Diskussion dann das frische Wasser eifrigt aufzunehmen beginnt und wenn sie prächtig wächst, dann kann das schon als eine Art von Kommunikation verstanden werden. Der wissenschaftliche Nachweis ob Pflanzen besser wachsen, wenn man mit ihnen spricht, wird vielleicht nie zu erbringen sein, aber manchmal hat kann diese Praxis auch für den menschen eine positive therapeutische Wirkung erzielen.

Die Pflegestufen einer Pflanze

Nicht nur beim hilfsbedürftigen Menschen gibt es unterschiedliche Pflegestufen, auch eine Pflanze macht ihren Bedarf an Pflege geltend. Dieser ergibt sich aus dem Umfeld, in dem eine Pflanze normalerweise ihr Dasein fristet. So ist eine Wüstenpflanze wie der Kaktus sicherlich nicht so hungrig nach Wasser wie eine Palme, doch wer den Kaktus in einem dunklen Raum abstellt, wird mit ihm kaum glücklich werden.
Natürlich gibt es auch anspruchslose Pflanzen für den Zimmerpflanzen Anfänger oder dem gestessten Businessman, der sich zwar im Wohnzimmer etwas gründe Farbe gönnen möchte, aber genau weiß, dass er nicht über die zeitlichen Potentiale verfügt um den eigenen grünen Daumen zur Meisterschaft zu bringen. Wer in seinen gärtnerischen Ambitionen gänzlich zu versagen droht, der kann sich künstliche Farbe in Gestalt von Plastikpflanzen gönnen, doch nach einem der positiven Aspekte von Zimmerpflanzen wird der Kunstpflanzenbesitzer dann vergeblich suchen: Eine reale Pflanze trägt auch zum angenehmen Raumklima, ja bisweilen auch Auffrischung der Luft mit angenehmen Düften, bei und baut das Kohlendioxyd der Atemluft ab.

Die Praxis trainiert den grünen Daumen

Es ist noch kein Gärtner vom Himmel gefallen und wer sich der Leidenschaft der Topfpflanzen hingeben möchte, der sollte diebezüglich vor allem seine Erfahrungen sammeln. Sicherlich, das können auch negative Erfahrungen sein, wenn es einmal nicht gelingt, das Gewächs im eigenen Wohnzimmer glücklich zu machen. Doch auch wenn es hervorragende Bücher oder Onlinetexte über die grüne Welt im Wohnzimmer geben mag, ein bisschen Training für den eigenen grünen Daumen kann schon wie ein kleines Wunder wirken. Und dann wird aus einem Pflanzenmuffel schon einmal ein echter Kenner in Sachen Topfpflanzen.

Die ungebändigte Natur

Pflanzen in den eigenen Räumlichkeiten sind sicherlich kein Ersatz für die ungebändigte Natur, die außerhalb geschlossener Räume auf uns wartet (es sei denn man wohnt in der Stadt). Ein paar Schritte an der frischen Luft sind niemals ein Fehler und auch wer zu Hause seinen Kaktus pflegt, für den ist etwas Kontakt mit der Natur, wie sie mehr oder weniger von alleine gewachsen ist, niemals ein Fehler. Stadtmenschen haben vielleicht etwas weiter zu fahren um Natur zu erleben, aber sollten sich diesen Luxus auch ab und zu einmal gönnen. Und wenn es nur während der Urlaubszeit sein mag.

Der Saguaro Kaktus

Aus keinem guten Westernstreifen im Kino wegzudenken sind die übergroßen Kakteengewächse in den Weiten der Prärie. Diese übergroße Pflanzen, die nahezu jedem Leser aus Cowboy- und Indianerfilmen bekannt sein dürften, haben in der Welt der Kakteenfreunde einen Namen: Saguaro Kaktus.

Der Saguaro Kaktus - in der lateinischen Sprache auch als "Carnegiea gigantea" bezeichnet - ist eine Kakteenart mit überaus großen und säulenförmigen Stammsukkulenten. Diese Art verfügt über ein eher flaches Wurzelsystem zur raschen Wasseraufnahme bei Regenfällen und beginnt erst im hohen Alter von etwa 65 Jahren ihre charakteristischen Zweige auszubilden. Eine Gesamthöhe von 15 bis 20 Metern gehört beim Saguaro Kaktus nicht zur Seltenheit, wobei seine Hauptsprosse einen Durchmesser zwischen 30 und 70 Zentimetern aufweisen kann.

An seinen natürlichen Standorten erreicht der Saguaro Kaktus ein Lebensalter von etwa 85 Jahren. Bei einzelnen Exemplaren konnte jedoch auch schon ein Alter von über 200 Jahren nachgewiesen werden. Aufgrund seiner anfangs nur geringen Wuchsgeschwindigkeit ist der Saguaro Kaktus insbesondere in den ersten Jahrzehnten seines Wachstums durch verschiedene Fressfeinde bedroht.

In seinem natürlichen Umfeld anzutreffen ist der Saguaro Kaktus vorwiegend im us-amerikanischen Bundesstaat Arizona sowie im südlichen Californien. Ein weiteres Verbreitungsgebiet befindet sich in der mexikanischen Sonora-Wüste, wobei der Saguaro Kaktus hier in Höhen zwischen 180 bis etwa 1350 Metern anzutreffen ist. Die weltweit größten Bestände dieser Kakteenart finden sich im Hochland von Arizona nahe der Stadt Tucson sowie im Saguaro-Nationalpark.

In ihren natürlichen Verbreitungsgebieten sind die Saguaro-Kakteen sowohl großer Trockenheit, als auch extremen Nachtfrösten ausgesetzt. Während ein Wassermangel durch diese Kakteenart gut ausgeglichen werden kann, stellen Eis und Frost ein erhebliches Risiko für die Pflanze dar und können nur kurzzeitig vertragen werden. Ferner ist der Saguaro Kaktus in seinem natürlichen Umfeld durch Biltzeinschläge sowie Windbruch bedroht. Insbesondere sein flach ausgelegtes Wurzelwerk macht den Saguaro Kaktus sehr windanfällig und führt jedes Jahr zu größeren Verlusten ist den natürlichen Beständen.

Blütezeit

Die Blütezeit des Saguaro Kaktus liegt zwischen Mai und Juni, kurz vor dem Beginn der Regenzeit. Seine Blüten öffnen sich ca. 2 Stunden nach Sonnenuntergang und sind dann bis zur Mittagszeit des kommenden Tages geöffnet. Als Bestäuber der Blüten des Saguaro Kaktus fungieren verschiedene Insekten sowie unterschiedliche Vogel- und Fledermausarten.