Ideale Kaktus-Erde

In welcher Erde ist mein Kaktus am besten aufgehoben?

Auf diese Frage kann man leider keine allgemeine und zugleich genaue Antwort geben. So unterschiedlich wie die Kakteen und ihre Herkunftsorte sind, so sind auch ihre Vorlieben, was die Erde - meist auch Substrat genannt - betrifft. 
Wenn man allerdings die folgenden Richtlinien befolgt, ist man in jedem Fall schon auf dem richtigen Weg:


1. Blumenerde
Die sollten Sie nicht verwenden, da diese zu viel Dünger enthält und das Wachstum der Kakteen somit nachteilig beeinflusst. Besser ist hier spezielle Kakteenerde, die neben Torf auch Sand enthält (ähnlich dem natürlichen Boden). Letzterer sollte grobkörnig sein, um ein Aufquellen des Substrats nach dem Gießen zu verhindern. Bausand ist hier übrigens nicht empfehlenswert, da er
sehr viel Kalk enthält und das die Lebensdauer Ihrer Pflanze um einiges verkürzt. Die
Kakteenerde kann man fertig gemischt im Fachhandel kaufen.


2. Humus- und Mineraliengehalt
Diesen sollte man auch nicht vernachlässigen. Beides sollte möglichst an den natürlichen Standort angepasst sein. Der Humusgehalt darf nicht zu hoch sei, da die Erde sonst nicht durchlässig genug ist, sich daraufhin Staunässe bildet
und der Kaktus verfault. 

3. Salz - und Keimfreiheit
Die Erde sollte außerdem in jedem Fall salz- und keimfrei sein. 


4. pH-Wert 
Die meisten Kakteen mögen sauren Boden. Achten Sie also immer darauf, dass der pH-Wert des Substrats unter 7 bleibt. Empfehlenswert hierfür ist ein Bodentestset, das im Fachgeschäft erhältlich ist.


5. Die Drainage 
Um auch im Blumentopf optimale Voraussetzungen zu schaffen, sollten
Sie erst eine Schicht Steine (zum Beispiel grober Kies), dann eine Schicht groben Sand und darauf erst die eigentliche Erde in den Topf füllen.
 
Kakteen im Garten aufziehen, ist auch kein Problem.