Heimat der Kakteen


Ursprünglich kamen die Kakteen nur in Amerika vor und deshalb wurden Kakteen erst nach der Entdeckung Amerikas weltweit verbreitet. So sind heutzutage die Opuntien aus dem Mittelmeerraum gar nicht mehr wegzudenken. In Australien und teilweise auch in Afrika wurden Sie mangels natürlicher Regulatoren zu einer richtigen Landplage. Überall wo Kakteen außerhalb Amerikas "wild" wachsen, wurden sie ursprünglich von Menschenhand eingebürgert. Auf der ganzen Welt findet man die größte Kakteendichte in den Südstaaten der USA, in Mexiko, und rund um den südlichen Wendekreis, in Peru, Nordchile und Bolivien.
Dort wo die Kakteen herkommen gibt es einen deutlich ausgeprägten jahreszeitlichen Wechsel zwischen Trockenzeiten und Regenperioden. Man sollte sich aber über eines bewusst sein: Weil auch Kakteen benötigen Wasser. In den reinen Wüstengebieten dieser Erde, wie in etwa die Sahara, haben sogar die Kakteen nicht den Hauch einer Überlebenschance.
 Es sind zwar auch Kakteen an den Hanglagen der Anden vorhanden, die komplett ohne Regenfälle überleben können, doch diese holen sich ihre benötigte Feuchtigkeit durch Kondensation von den jeden Tag auftretenden Nebelschwaden.

Im Folgenden werden zwei große Kakteenstandorte etwas näher betrachtet:

USA (Arizona):
Dieses halbwüstenartige Klima ist bekannt durch sehr unterschiedliche Niederschläge. Berühmnt wurde die Region wegen ihrer riesenhaften Kakteen der Gattung „Carnegiea gigantea“. Dieser Kaktus bildet insgesamt bis zu 18 Meter hohe Säulen und ist vor allem wegen der Westernkulisse weltbekannt. Der Kaktus wird vor der Ausrottung durch den Menschen geschützt in den eigens dafür errichteten Nationalparks, wie zum Beispiel dem "ORGAN PIPE NATIONAL MONUMENT".
Doch ebenso sind auch die bis zu 2 Meter großen Ferokakteen und die extrem widerspenstigen Opuntien zu beachten und prägen die dortige Landschaft.
Weiterhin wachsen hier die vor allem für Sammler interessanten kleinen Echinocereenarten. Sie bilden meist große zusammenhängende Gruppen und sind hauptsächlich während der Blütezeit ein sensationeller Anblick für große und kleine Fans der Kakteen.

Mexiko:
Hier kommt der allseits bekannte Mammillaria (der sogenannte Muttertagskaktus ) und der Astrophytum ( Bischofsmützen ) her. Ebenso ist Mexiko die Heimt des Opuntia microdasys ( mit dem süßen Beinamen Teddybärkaktus ). Im Norden ist das Klima bestens für kleinere Kakteen geeignet, weil Regenfälle hier in den Sommermonaten nur sehr unregelmässig vorkommen und in den Wintermonaten gänzlich ausbleiben. Die Kakteen müssen unter Dornengestrüpp und zwischen Geröllhaufen wachsen. Der Süden des Landes wird ebenso mit größeren Kakteenarten besiedelt, wie die unterschiedlichen Cereusarten ( Säulenkakteen ) und auch Echinocacteen. Die Landschaft hier ist sehr abwechslungsreich geprägt. In den Hochebenen  und Gebirgszügen, Tannen und Eichenwäldern, ist die Artenvielheit besonders stark. Dadurch dass man mit Frost ist in diesen Breitengraden nicht mehr rechnen muss, und dadurch fühlen sich besonders die vielen unterschiedlichen Mammillarien wohl.